Vergessene Bauhaus-Frauen
Lebensschicksale in den 1930er und 1940er Jahren

BAUHAUS/ASPEKTE
 Klassik Stiftung Weimar (Hg.)
Anke Blümm, Patrick Rössler

Begleitbuch zur Ausstellung „Vergessene Bauhaus-Frauen. Lebensschicksale in den 1930er und 1940er Jahren“ vom 1.10.2021–4.1.2022 im Bauhaus-Museum Weimar, Weimar

Obwohl die Forschung seit den 1980er Jahren die herausragenden Künstlerinnen des Bauhauses untersucht, ist über die Mehrheit von ihnen nur sehr wenig bekannt. Viele der Bauhaus-Schülerinnen konnten ihr künstlerisches Talent nicht frei entfalten. Sie kämpften mit traditionellen Rollenvorstellungen sowohl im Studium als auch später im Beruf. Trotz neuer, allgemeiner Gleichberechtigung waren sie strukturell benachteiligt gegenüber Männern.

Besonders alleinstehende Frauen sahen schwierigen Lebensverhältnissen entgegen. Heirat und Namenswechsel oder die politisch motivierte Verfolgung nach 1933 führten dazu, dass sich Werk und Leben heute nur mühsam nachvollziehen lassen.

Das Forschungsprojekt Vergessene Bauhaus-Frauen der Universität Erfurt und der Klassik Stiftung Weimar hat über 39 dieser Schicksale untersucht. Diese Frauen studierten oder lehrten mindestens ein Semester am Bauhaus und verstarben bereits vor 1945. Ihre Namen und Lebensdaten befinden sich alphabetisch aufgelistet in den Umschlagklappen des Buches, 24 Frauen werden im Katalog ausführlicher vorgestellt.

2021, Klassik Stiftung Weimar, Weimar
108 Seiten, 106 Abb., Klappenbroschur
Deutsch
ISBN 978-3-7443-0405-4

  • Benjamin-Immanuel Hoff Grußwort, S. 5
  • Wolfgang Holler: Vorwort, S. 6–7
  • Anke Blümm,  Patrick Rössler:  Vergessene Bauhaus-Frauen – Eine Einführung, S. 8–19
  • Stephan Heinemann:  Lola Töpke – Von der anerkannten Hamburger Bildhauerin zum Opfer der Shoah, S. 22–23
  • Anke Blümm:  Helene von Heyden – Entrechtung einer Mannheimer Malerin, S. 24–25
  • Anke Blümm:  Frida von Düring – Bauhausstudierende? Bauhausgegnerin!, S. 26–27
  • Ute Ackermann:  Gertrud Grunow – Gelebtes Understatement, S. 28–29
  • Elizabeth Otto:  Sofie Korner – Die Pionierin, S. 30–33
  • Anke Blümm:  Harriet von Rathlef-Keilmann – „Der Eindruck von etwas ungemein Kraftvollem und Unmittelbarem“, S. 34–35
  • Anke Blümm:  Hedwig Slutzky – An den Grenzen von Malerie und Kunstgewerbe, S. 36–37
  • Ulrike Müller:  Dörte Helm – Suchbilder mit Kaktus, S. 38–39
  • Misha Sidenberg:  Friedl Dicker-Brandeis – Kunst als freies Denken, S. 40–41
  • Anke Blümm:  Anny Wottitz – Rebellin in der Buchbinderwerkstatt, S. 42–43
  • Ulrike Müller:  Alma Buscher – Mit Eigensinn fürs Kind, S. 44–45
  • Anke Blümm:  Charlotte Brand – Rastlos durch zwei Kontinente, S. 46–51
  • Anke Blümm:  Hilde Horn – Eine moderne Frau zwischen den Stühlen, S. 52–53
  • Alexandra Matz:  Otti Berger – Im Spannungsfeld textiler Innovationen und beruflichem Erfolg, S. 54–55
  • Astrid Volpert:  Ljuba Monastirskaja – Von der Avantgarde besessen, S. 56–57
  • Anke Blümm:  Margarete Schall – „Die Schule verliert eine ihrer wertvollsten Lehrkräfte“, S. 58–59
  • Astrid Volpert:  Tonja Rapoport – Aus dem Atelier ins Rigaer Ghetto deportiert, S. 60–61
  • Astrid Volpert:  Lola Jekimowskaja – Unterwegs zwischen Ost und West – Oskar Schlemmers russische Ziehtochter, S. 62–63
  • Patrick Rössler:  Karla Grosch – „Ein freundlich leuchtender Stern“, S. 64–65
  • Astrid Volpert:  Margarete Mengel – Leben für die „Dritte Sache“, S. 66–69
  • Elizabeth Otto:  Lotte Rothschild – Ein Leben auf der Suche nach der Zukunft, S. 70–75
  • Anke Blümm:  Lore Enders – „Heimweh nach's Bauhaus“, S. 76–77
  • Esther Bánki:  Zsuzska Bánki – Architektin wider Willen, S. 78–79
  • Christiane Lange:  Lilly Reich – „ ... in ihrem gesamten Bereich eine leitende Frau“, S. 80–81
  • Julius Redzinski:  Weiblich und erfolgreich – Karrieren von anerkannten Künstlerinnen im Nationalsozialismus, S. 84–91
  • Mor Presiado:  Weibliche Erfahrungen des Holocausts und ihr Ausdruck in der Kunst, S. 93–100
  • Autor*innen/Siglen/Bildnachweis/Impressum, S. 104–108

Vergessene Bauhaus-Frauen. Lebensschicksale in den 1930er und 1940er Jahren, Cover, 2021.
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